Stadtverwaltung baut KI-Kompetenz aus

Pressemitteilungen Pressemitteilungen Kategorie Archiv 2 Minuten Lesedauer

Personen sitzend an einem Tisch und gucken auf einen Bildschirm
Mitglieder der KI-Arbeitsgruppe im Gespräch mit Bürgermeisterin Christine Klein. Bild: Stadt Bensheim

Bensheim | 15. Mai 2025 Künstliche Intelligenz (KI) durchdringt immer weitere Teile der Arbeitswelt. Sie ist ein Schlüsselbegriff im 21. Jahrhundert – und bietet bei genauer Abwägung von Chancen und Risiken auch viel Potenzial für Kommunen. „KI ist für uns aber kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug für besseren Bürgerservice“, erklärt Bürgermeisterin Christine Klein. „Mit einem klaren Konzept und sicherem Umgang mit sensiblen Daten bringen wir unsere Verwaltung weiter in die digitale Zukunft.“

Mit einem Fokus auf Effizienz, Datenschutz und Digitalisierung baut die Stadt Bensheim nun die KI-Kompetenz in der Verwaltung aus. Eine eigens gegründete Arbeitsgruppe identifizierte konkrete Anwendungsfelder, bei denen KI-Prozesse besonders wirkungsvoll, leicht umsetzbar und datenschutzkonform unterstützt werden können.

Der Bildung dieser Arbeitsgruppe ging eine Auftaktveranstaltung voraus bei der alle Fach- und Teamleitungen der Stadtverwaltung sowie deren Eigenbetriebe umfassend über Potenziale und Einsatzmöglichkeiten von KI informiert wurden. Anschließend gründete sich die interdisziplinäre Arbeitsgruppe, die sich aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung zusammensetzt und seither den Einsatz von KI-Technologien im Rathaus vorantreibt.

In enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen wurden zahlreiche Verwaltungsprozesse analysiert. Im Mittelpunkt standen Herausforderungen wie manuelle Datenübertragungen, aufwendige Kommunikationswege und fehlende digitale Abläufe. Für diese Problemstellungen erarbeiteten die Mitarbeitenden gezielt KI-gestützte Lösungsvorschläge.

Neben generativen Tools – etwa zur Texterstellung, Präsentationsvorbereitung oder Datenanalyse – sollen perspektivisch auch kognitive KI-Anwendungen Verwendung finden. Diese können Muster erkennen, Informationen interpretieren und datenbasierte Entscheidungsvorlagen liefern – ein wertvoller Beitrag zur Optimierung verwaltungsinterner Abläufe. „Es geht jedoch nicht darum, Mitarbeitende durch KI zu ersetzen, sondern um eine Unterstützung, die uns hilft, noch schneller, präziser und bürgernäher zu agieren“, betont Christine Klein.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei stets dem Thema Datenschutz. Ein begleitendes Strategiekonzept und eine abgestimmte Dienstvereinbarung bilden zukünftig die Grundlage für einen sicheren und regelkonformen KI-Einsatz. Verschiedene Anwendungen zur Transkription, professionellen Übersetzung oder textbasierten Unterstützung bieten dabei vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Bei sensiblen Anwendungsfällen wird die Stadt durch klar definierte Nutzungsszenarien, datenschutzfreundliche Konfigurationen und verbindliche Vorgaben einen rechtskonformen Umgang sicherstellen.

Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels eröffnen intelligente KI-Technologien große Chancen, die Handlungsfähigkeit der Verwaltung langfristig zu sichern. Gleichzeitig stellt dies einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung kommunaler Prozesse und zum Bürokratieabbau dar – für mehr Effizienz und Serviceorientierung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.

 „Als nächstes wollen wir unser Strategiepapier fertigstellen, klare Regeln in Form einer Dienstvereinbarung für den Einsatz von KI in der Verwaltung festlegen und unsere Kolleginnen und Kollegen gezielt schulen. Erste praktische Anwendungen sind schon in Planung“, fasst die KI-Arbeitsgruppe zusammen. Mit diesem Projekt zeigt die Stadt Bensheim erneut, wie digitale Innovationen verantwortungsvoll in kommunale Strukturen integriert werden können.