zwei Hände halten Pflanze in der Mitte

Wärmeplanung

Bis 2028 Pflicht – Die kommunale Wärmeplanung

Die Stadt Bensheim hat sich das Ziel gesetzt bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden. Der Bereich Wärme spielt hierbei eine entscheidende Rolle, da er etwa ein Drittel der Treibhausgasemissionen der Stadt Bensheim ausmacht. Die kommunale Wärmeplanung ist ein rechtlich verpflichtender, wichtiger strategischer Prozess der Stadt Bensheim, der die Voraussetzung zur Umsetzung der Wärme- und Energiewende auf kommunaler Ebene bildet. Die Wärmeplanung ist ein wichtiger Bestandteil bei der Entwicklung einer klimafreundlichen Wärmeversorgung.

Um interkommunale Synergien zu erschließen, haben die Kommunen Bensheim, Bürstadt, Heppenheim, Lampertheim und Lorsch beschlossen, sich im Zuge der Erstellung ihrer Kommunalen Wärmepläne zusammenzuschließen. Die jeweiligen Dienstleitungsstellen unterschrieben den Kooperationsvertrag am 16. Juli 2024. So entstand der “Konvoi Bergstraße”.

Der Konvoi Bergstraße hat im Zuge dessen eine Webseite mit allen Informationen erstellt. Alle relevanten Informationen sind auf der Seite Wärmeplanung Bergstraße abrufbar.

Karte von Bensheim zur Eignungsprüfung der Kommunalen Wärmeplanung

Bürgerinformationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung

Am 15. Januar 2026, 18 bis 20 Uhr, Aula der Heinrich-Metzendorf-Schule

Die Wärmeplanung für Bensheim findet im Rahmen des Konvoi Bergstraße statt (KWP | Kommunale Wärmeplanung Bergstraße) und soll im Jahr 2026 abgeschlossen werden. Sie dient der Kommune als strategisches Konzept für die Transformation hin zu einer Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien bis zum Jahre 2040. Der Wärmeplan gibt der Kommune Wege, Zahlen sowie Handlungsempfehlungen in Form von Maßnahmen an die Hand. Die Kommune erhält durch den Wärmeplan ein abgestimmtes Zielszenario mit Annahmen zum Wärmebedarf bis 2040 sowie einen Maßnahmenkatalog mit konkreten Maßnahmen zur Umsetzung des Ziels.

Präsentation zur Veranstaltung zum Download. 

Bilder zur Veranstaltung 

Präsentation wird gezeigt
Person steht vor Publikum und redet
Personen sitzen und hören Präsentation zu
Personen sitzend und im Hintergrund Leinwand mit Präsentation
Präsentation wird gezeigt
Person steht vor Publikum und redet
Personen sitzen und hören Präsentation zu
Personen sitzend und im Hintergrund Leinwand mit Präsentation

Eignungsprüfung der kommunalen Wärmeplanung in Bensheim

Die Eignungsprüfung nach §14 Wärmeplanungsgesetz (WPG) ist einer der ersten Schritte, der zu Beginn und zur Aufstellung eines kommunalen Wärmeplans in Bensheim erarbeitet wird. Das Ziel dieser Eignungsprüfung ist, Teilgebiete in Bensheim zu identifizieren, welche „verkürzt“ und somit ohne tiefere Betrachtung behandelt werden können. Aus der Analyse entsteht ein erster Entwurf zur Gebietseinteilung, die sogenannten Teilgebiete. Aus dem Ergebnis der Eignungsprüfung ergibt sich, dass für alle Teilgebiete in Bensheim eine „normale“ und nicht verkürzte Wärmeplanung durchgeführt wird. Dadurch kommt allen Teilgebieten eine genaue Betrachtung auf Ebene der kommunalen Wärmeplanung zuteil, sodass Bestands- und Potenzialanalyse in vollem Umfang über alle Teilgebiete erfolgt, um eine bestmögliche Ausgangslage für die Entwicklung des Zielszenarios zu ermöglichen.

Weitere Informationen zur Eignungsprüfung hier zum Download.

Bestands- und Potenzialanalyse

Die Bestands- und Potenzialanalyse ist zentraler Baustein der kommunalen Wärmeplanung und hilft dabei zu verstehen, wie die Stadt Bensheim heute mit Wärme versorgt wird und welche Möglichkeiten es für eine klimafreundliche Wärmeversorgung gibt.
In der Bestandsanalyse wird erfasst, wo in der Stadt Wärmebedarfe entstehen – etwa in Wohngebäuden, öffentlichen Einrichtungen oder Betrieben – und welche Energiequellen aktuell genutzt werden. Dabei wird sichtbar, ob bereits effiziente oder erneuerbare Systeme vorhanden sind und wie viel Energie verbraucht wird.
Auf dieser Grundlage untersucht die Potenzialanalyse, wie die Wärmeversorgung künftig umweltfreundlicher, sicherer und bezahlbarer gestaltet werden kann. Dazu gehört auch, welche erneuerbaren Energien lokal verfügbar sind oder Abwärme aus Industrie, Gewerbe oder Abwasser genutzt werden kann.
Beide Analysen zusammen liefern eine faktenbasierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung. Es werden sinnvolle Lösungen für verschiedene Quartiere und der potentielle Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung aufgezeigt.

Bestands- und Potentialanalyse zum Download

Menschen sitzen gemeinsam an einem Tisch und unterzeichnen einen Vertrag.
Unser Bild zeigt von links, sitzend: Christian Schönung (Bürgermeister Lorsch), Christine Klein (Bürgermeisterin Bensheim), Gottfried Störmer (Bürgermeister Lampertheim), Bärbel Schader (Bürgermeisterin Bürstadt. Von links, stehend: Eva Grabowski (Erste Stadträtin Lorsch), Marius Schmidt (Erster Stadtrat Lampertheim), Christoph Lang (Erster Stadtrat Bürstadt), Nicole Rauber-Jung (Erste Stadträtin Bensheim), Christine Bender (Erste Stadträtin Heppenheim).

Wärmeplanung als interkommunales Vorzeigeprojekt

Gemeinsam in eine nachhaltige Zukunft: Die Städte Bensheim, Lampertheim, Heppenheim, Lorsch und Bürstadt gehen die kommunale Wärmeplanung im Verbund an. Mitte Juli 2024 wurde ein öffentlich-rechtlicher Vertrag von den Bürgermeister*innen sowie den jeweiligen Ersten Stadträt*innen unterzeichnet.

Bis Mitte 2028 müssen Städte und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohner*innen einen kommunalen Wärmeplan vorlegen. Dieser soll darlegen, wie die Wärmeversorgung sukzessive bis 2045 auf die Nutzung von erneuerbaren Energien umgestellt werden kann. Die Wärmenetze müssen dann klimaneutral sein. Der Wärmeplan dient somit als Kompass, um flächendeckend fossile Brennstoffe durch erneuerbare Wärme zu ersetzen, das Klima zu schützen und Heizkosten sozial verträglich zu halten.

Die umfangreiche Ausarbeitung zeigt für jede Kommune detailliert auf, welche Möglichkeiten vor Ort zur Verfügung stehen. Kann ein Gebäude an ein Fernwärmenetz angeschlossen werden? Welche Stadtviertel oder Quartiere eignen sich für Nahwärme – und wo sind beispielsweise Wärmepumpen empfehlenswert? Antworten auf diese Fragen wird die Wärmeplanung liefern. Die Vertragsunterzeichnung ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung und ein hervorragendes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. Durch das Konvoi-Verfahren können Synergien genutzt und Kosten gesenkt werden.