jüngere Hand hält ältere Hand
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Demenz & Pflege

Schon seit vielen Jahren sind der demographische Wandel und seine Folgen in der Stadt Bensheim präsent.

Von immer größerer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der Anstieg der Demenzerkrankungen. So wird sich nach jüngsten Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DlzG) die Zahl der Demenzkranken bis 2050 mehr als verdoppeln – von derzeit 1,4 Millionen auf rund 3 Millionen Betroffene. Eine Entwicklung, die auch von volkswirtschaftlicher Bedeutung ist, da sich damit auch die Kosten für Pflege und Betreuung drastisch erhöhen werden.

Dies nahm die Stadt Bensheim zum Anlass, sich intensiv dieser Thematik zu widmen. Das Netzwerk Demenz wurde am 13. Mai 2013 gegründet.
Zielsetzung ist die infrastrukturelle Verbesserung für demenziell Erkrankte und deren Angehörige.
Aktuell setzt sich das Netzwerk aus 27 unterschiedlichen Institutionen, Unternehmen, Vereinen, Selbstständigen und Interessierten zusammen.

Flyer „Netzwerk Demenz: Die Idee. Die Ziele. Die Aufgabe“ zum Download

drei Köpfe die nachdenken, fragen haben und eine idee

Geistig fit bleiben – mit zehn Maßnahmen Demenz vorbeugen

Aktuell leben in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Ihre Zahl wird in der Zukunft weiter ansteigen. Das macht vielen Menschen Angst. Doch Demenz ist kein unabwendbares Schicksal. In einer Informationsveranstaltung des Netzwerks Demenz Bensheim am Donnerstag, 3. September 2026, von 15 bis 17 Uhr im Bürgerhaus Kronepark, Darmstädter Straße 166 in Auerbach, erfahren Interessierte, wie sie ihr Risiko, eine Demenz zu entwickeln, senken können.

Das individuelle Risiko für Demenzerkrankungen hängt von sehr vielen Faktoren ab. Der größte Risikofaktor dafür ist das Alter – ein Risiko, das man nicht beeinflussen kann. Aber auch andere und vor allem vermeidbare Risikofaktoren spielen eine wichtige Rolle. Dazu gehören unter anderem unzureichende Bewegung und Übergewicht, falsche Ernährung und Diabetes, erhöhtes Cholesterin und zu hoher Blutdruck, unbehandelte Schwerhörigkeit und Sehschwierigkeiten sowie geistiger Stillstand und soziale Isolation. Die Vermeidung aller Risikofaktoren zusammengenommen kann das Risiko, eine Demenz zu entwickeln, um bis zu 45 Prozent reduzieren.

In dem 60-minütigen Vortrag erfahren die Teilnehmenden an der Info-Veranstaltung, wie das Gehirn arbeitet, wie Demenzerkrankungen es schädigen können und wie Erinnern und Vergessen funktionieren. Zudem erhalten sie zehn Tipps, was man im Alltag tun kann, um Demenz vorzubeugen. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit, sich bei Infoständen lokaler Anbieter direkt zu einzelnen Angeboten zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen, um mit der eigenen Demenzprävention direkt zu starten.

Das Konzept und die Materialien für die Informationsveranstaltung wurden im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie der Bundesregierung von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz und dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit erstellt, um Multiplikatorinnen und Multiplikatoren bei der Aufklärung über Risikofaktoren von Demenz und deren Vermeidung zu unterstützen. Die Stadt Bensheim hat mit dem Netzwerk Demenz eine solche Qualifikation erhalten.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wer danach weiter an seiner Demenz-Prävention arbeiten möchte, kann sich zu einem Neuner-Kurs bei „Dance Demenz“ anmelden, der in Kooperation mit dem Netzwerk Demenz ab dem 7. September immer montags von 14.30 bis 15.30 Uhr im Bürgerhaus Kronepark für 45 Euro für Bensheimer Seniorinnen und Senioren angeboten wird. Anmeldungen liegen am Tag der Veranstaltung aus oder können ab sofort unter Telefon 06251 8259258 sowie per Mail an dancedemenz@gmail.com vorgenommen werden.

Wer sich über das Netzwerk Demenz Bensheim informieren möchte, kann sich an Stephanie Gescheidle vom Team Soziales, Generationen und Vereine, Telefon 06251 86991-62, oder per Mail an senioren@bensheim.de wenden.

Flyer zur Veranstaltung zum Download 

Flyer zum Trainingsprogramm zum Download

Banner mit der Aufschrift Wir sind Lokale Allianz!

Wir sind Lokale Allianz! Wir unterstützen Menschen mit Demenz

Die Stadt Bensheim hat sich beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben im Rahmen des Projekts „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ beworben und wurde mit dem Projekt „Demenzlotsen Bensheim“ ausgewählt, für die kommenden drei Jahre ab Januar 2024 gefördert zu werden.
Das Projekt soll einen Beitrag leisten, das Thema Demenz mehr in die Öffentlichkeit zu tragen und die Stadt auf dem Weg zur „demenzfreundlichen Kommune“ weiter voranzubringen.
Das Angebot ergänzt die städtische Anlaufstelle Demenz durch ehrenamtlich engagierte Menschen. Hierdurch verspricht man sich einen Abbau der bürokratischen Hürden für die Betroffenen.
Als Wegweiser und Begleiter für Angehörige demenziell erkrankter Familienmitglieder sowie Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen in der Anfangsphase der Erkrankung werden somit zukünftig auch Ehrenamtliche weiterhelfen. Das Projekt „Demenzlotsen Bensheim“ wird in Kooperation mit dem Caritas Zentrum Franziskushaus durchgeführt.

Weitere Informationen zum Projekt auf der Seite der Netzwerkstelle.
Flyer Demenzlotsen

Ehrenamtliche Demenzlotsen für die Bensheimer Stadtteile

Demenzlotsen sind ehrenamtliche Ansprechpersonen für Angehörige demenziell erkrankter Familienmitglieder sowie Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in der Anfangsphase der Erkrankung in Ihrem Stadtteil.
Sie kennen die vielfältigen Angebote im Bereich Demenz für Betroffene und Angehörige in Bensheim und leiten Ratsuchende gezielt zu professionellen Beratungsstellen. Sie unterstützen die Hilfesuchenden dabei, ein geeignetes Angebot zu finden.
Ihr Stadtteil liegt Ihnen am Herzen, genauso wie gute Nachbarschaft und die Menschen um Sie herum.
Durch Ihre Präsenz im Stadtteil helfen Sie dabei, Versorgungslücken zu erkennen und geben Anregungen für die Ausweitung von Angeboten.
Sie werden im Rahmen einer mehrtägigen Qualifizierung auf die Tätigkeit eines Demenzlotsen vorbereitet und anschließend fortlaufend fachlich begleitet.

Wer sich gerne als ehrenamtlicher Demenzlotse ausbilden lassen und in einem der Bensheimer Stadtteile aktiv werden möchte, kann sich an Stefanie Frank vom Caritaszentrum Franziskushaus / Mehrgenerationenhaus Bensheim wenden: Klostergasse 5a, Telefon 06251 854250, E-Mail an Stefanie Frank.

Flyer Demenzlotsen zum Download
Gruppe von 6 Personen mit Flyer in der Hand

Zentrale Anlaufstelle seit Dezember 2021

Das Netzwerk Demenz richtete eine „Anlaufstelle Demenz“ als einen wichtigen Baustein seiner Arbeit ein. Der Wunsch nach einer solchen zentralen Anlaufstelle in Bensheim kam im Frühjahr des Jahres 2021 nochmals auf, als sich im Rahmen des „Townhall-Gesprächs“ verschiedene Netzwerkpartner*innen detailliert über das Thema Demenz ausgetauscht hatten. Auch in der täglichen Arbeit mit Angehörigen dementiell Erkrankter wurde der Bedarf immer wieder festgestellt. Diesem vielfach geäußerten Wunsch kam das Netzwerk Demenz nach.
Ziel der Anlaufstelle ist, dass Angehörige dementiell Erkrankter passende Ansprechpartner*innen und Hilfsangebote einfacher erreichen können: Alle Informationen darüber sollen gebündelt zur Verfügung stehen und an die Hilfesuchenden schnell und unbürokratisch weitergegeben werden. Neben dem Erstkontakt soll das Angebot als Koordinationsstelle dienen und die Vermittlung an passende Netzwerkpartner*innen gewährleisten. Voraussetzung ist eine enge Verzahnung der zentralen Anlaufstelle mit den entsprechenden Hilfsangeboten.
Das Angebot richtet sich an Betroffene einer dementiellen Erkrankung aus Bensheim, deren Angehörige, Bürger*innen, die Informationen im Bereich Demenz suchen, und Personen, die mit der Pflege eines dementiell erkrankten Menschen aus Bensheim beauftragt sind.
Hinter der zentralen Anlaufstelle steht das Netzwerk Demenz mit seinen Hilfsangeboten. Die Federführung liegt beim Team Soziales, Generationen und Vereine übernimmt die Koordination und Steuerung des Netzwerks. Sie ist immer montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. 

Die Räume im Berliner Ring 89 sind barrierefrei über einen Aufzug zu erreichen. Telefonischer Kontakt unter 06251 86991-62, E-Mail an senioren@bensheim.de.

Titelbild des Demenzwegweisers

Demenzwegweiser Bensheim

Der Demenzwegweiser unterstützt die Netzwerkpartner*innen bei ihrer täglichen Arbeit und bringt das Thema den Bürgerinnen und Bürgern näher. Sie erhalten ihn im Rathaus, im Bürgerbüro (Alte Faktorei), bei unseren Projekt- und Netzwerkpartner*innen oder als PDF-Datei hier zum Herunterladen.

Demenzwegweiser Bensheim zum Download
Titelbild Flyer Angehörigentreffen

Angehörigentreffen

Das Angebot richtet sich an alle, die einen demenziell veränderten Menschen begleiten, betreuen, pflegen.
Wenn Sie an dem Treffen teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte beim Team Soziales, Generationen und Vereine, Stephanie Gescheidle, Telefon 06251 8699162 (von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr) oder per E-Mail an senioren@bensheim.de. 

Termine 2026

5. Februar, 15 bis 16:30 Uhr
im Bürgerhaus Kronepark Auerbach, Darmstädter Straße 166
5. März, 15 bis 16:30 Uhr
im Bürgerhaus Kronepark Auerbach, Darmstädter Straße 166
9. April, 18 bis 19:30 Uhr
in der AWO Cafeteria, Eifelstraße 21-25
7. Mai, 15 bis 16:30 Uhr
im Bürgerhaus Kronepark Auerbach, Darmstädter Straße 166
18. Juni, 18 bis 19:30 Uhr
in der AWO Cafeteria, Eifelstraße 21-25
6. August, 15 bis 16:30 Uhr
im Bürgerhaus Kronepark Auerbach, Darmstädter Straße 166
15. September, 18 bis 19:30 Uhr
in der AWO Cafeteria, Eifelstraße 21-25
1. Oktober, 15 bis 16:30 Uhr
im Bürgerhaus Kronepark Auerbach, Darmstädter Straße 166
5. November, 15 bis 16:30 Uhr
im Bürgerhaus Kronepark Auerbach, Darmstädter Straße 166
3. Dezember, 18 bis 19:30 Uhr
in der AWO Cafeteria, Eifelstraße 21-25

Flyer zum Angehörigentreffen zum Download
Logo Demenz Partner

Das Netzwerk Demenz und die Stadt Bensheim sind DEMENZ PARTNER

Am 14. März 2024 wurden im Rahmen der Initiative „Wir sind Demenz Partner“ ein 90-minütiger Basiskurs angeboten. Der Kurs war sehr gut besucht.

Teilgenommen haben Personen aus den Bereichen Stadtverwaltung, Medizin, Einzelhandel, Handwerk, Vereine und Institutionen. Alle Teilnehmenden wurden informiert über die Krankheit, den Umgang mit an Demenz erkrankten Personen und die Rolle von Familien und Demenz Partnern. Dabei wurde ebenfalls die Seite der Demenzkranken beleuchtet und damit deren Wünsche und Bedürfnisse in den Fokus gerückt.

Die Initiative Demenz Partner wurde von der englischen Alzheimer-Gesellschaft gestartet, um das Bild und die Wahrnehmung von Menschen mit Demenz gesamtgesellschaftlich zu verändern. Die 60 Personen, die am Basiskurs teilgenommen haben, sind jetzt Demenz Partner. Sie wissen um die Einschränkungen, die mit der Erkrankung einhergehen und kennen Wege, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu unterstützen.

Logo Stadtbibliothek

Medien in der Stadtbibliothek

Zum Thema „Demenz, Alzheimer, Vergessen, Vergesslichkeit“ bietet die Stadtbibliothek eine große Auswahl an Medien. Vom klassischen Ratgeber über Kinderbücher, Sachbücher bis hin zu Romanen, Filmen und Hörbüchern. Medienlisten sind beigefügt und weitere sind auf der Website des OnleiheVerbundHessen verfügbar.