Bensheim | 18. September 2025 Die Stadt Bensheim und die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste laden in wenigen Wochen zur Verleihung des Gertrud-Eysoldt-Rings 2024 ein. Am Samstag, 25. Oktober, wird um 18 Uhr die renommierte Schauspielerin Birgit Minichmayr im Bensheimer Parktheater für ihre herausragende Rolle in Thomas Bernhards Heldenplatz in der Inszenierung von Frank Castorf am Wiener Burgtheater ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis gehört zu den bedeutendsten Theaterpreisen im deutschsprachigen Raum.
Ebenfalls geehrt wird an diesem Abend Ran Chai Bar-zvi, der den Kurt-Hübner-Regiepreis für seine Inszenierung von Blutbuch nach dem Roman von Kim de l’Horizon am Staatstheater Hannover erhält. Der Preis ist mit 5000 Euro ausgestattet.
Den Abschluss dieses besonderen Theaterwochenendes bildet die beliebte Matinee. Am Sonntag, 26. Oktober, um 11 Uhr, besteht im Parkhotel Krone in Auerbach die Gelegenheit, Birgit Minichmayr und Ran Chai Bar-zvi in einem persönlichen Rahmen zu erleben und mehr über ihre Arbeit zu erfahren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.
Der Eintritt zur Preisverleihung im Parktheater ist ebenfalls frei. Die kostenlosen Tickets sind ab Samstag, 4. Oktober, in der Tourist-Information Bensheim (Hauptstraße 53) erhältlich. Auf die Gala im Bürgerhaus wird in diesem Jahr verzichtet.
Der Gertrud-Eysoldt-Ring wird seit 1986 jährlich in Bensheim verliehen und geht auf das Vermächtnis des Journalisten und Theaterkritikers Wilhelm Ringelband zurück. Mit dem Ehrenring werden außergewöhnliche schauspielerische Leistungen an deutschsprachigen Bühnen gewürdigt. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen unter anderem Doris Schade, Klaus Maria Brandauer, Corinna Harfouch, Ulrich Mühe, Nina Hoss, Tobias Moretti, Sandra Hüller und Lina Beckmann.
Finanziert wird die Verleihung durch die Ringelband-Stiftung und dank des Engagements von Sponsoren. Als Wilhelm Ringelband 1981 ohne Nachkommen in Bensheim starb, hinterließ er ein Vermögen – und ein Testament mit Auflagen. Schließlich sollte sein Erbe dem Allgemeinwohl dienen.
Die Stadt Bensheim gründete daher 1983 nach dem letzten Willen des Verstorbenen die „Johanna-, Friedrich Wilhelm- und Will-Ringelband-Stiftung“, aus der seitdem die kulturellen und sozialen Testamentsverpflichtungen finanziert werden. Dazu zählt neben dem renommierten Theaterpreis auch das Ringelbandhaus, eine Wohngruppe für psychisch kranke Männer.