Fröhlich und friedlich feiern beim Winzerfest

Pressemitteilungen Pressemitteilungen Kategorie Archiv 3 Minuten Lesedauer

Winzerdorf

Bensheim | 9. September 2025 Die Region zu Gast bei Freunden: Das Eröffnungswochenende beim Bergsträßer Winzerfest war erneut ein Publikumsmagnet und verlief weitgehend ruhig. Am Montag zogen Einsatzkräfte, Hilfsorganisationen, Stadtverwaltung und der ausrichtende Verkehrsverein im Rathaus Bilanz. „Wir hatten keine besonderen Vorkommnisse. Es ist schön, dass die Menschen unser Fest annehmen und zu uns kommen“, verdeutlichten Bürgermeisterin Christine Klein und Thomas Herborn, geschäftsführender Vorsitzender des Verkehrsvereins.

Herborn betonte vor allem das gute Zusammenspiel aller Hilfsorganisationen und Einsatzkräfte. Schwerwiegende Zwischenfälle gab es weder am Samstag noch am Sonntag – mit einer Ausnahme: Ein städtischer Mitarbeiter wurde nach dem Festzug von einer ungeduldigen Autofahrerin angefahren, die nicht vor einer Sperre an der Ecke Friedhofstraße/Grieselstraße warten wollte und trotz mehrmaliger Ansprache einfach weiterfuhr. Der Mitarbeiter zog sich dabei eine Fußverletzung zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Gegen die Frau wurde Anzeige erstattet.

Das DRK behandelte an beiden Tagen mehrere Patienten mit Kreislaufproblemen, die teilweise dem Wetter, aber auch dem Alkoholkonsum geschuldet waren. Darüber hinaus wurde die eine oder andere Schnittwunde versorgt. Zehn Personen mussten insgesamt ins Krankenhaus gebracht werden, teilte Sebastian Engelbrecht, Bereitschaftsleiter beim DRK Bensheim, mit.

Für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer war es unterm Strich ein normales Winzerfestwochenende. Wer beim Winzerfest Hilfe benötigt, kann sich unter anderem in der Mobilen Sanitätsstation des DRK in der Nähe des Lammertsbrunnen versorgen lassen. Außerdem sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gut ausgerüstet auf dem Festgelände unterwegs.

Auch die Polizei und die Firma Pabst, die als privater Sicherheitsdienst engagiert ist, meldeten keine außergewöhnlichen Ereignisse. Polizeihauptkommissar Daniel Ihrig, Dienststellenleiter in Bensheim, berichtete von wenigen Zwischenfällen, die in aller Regel glimpflich ausgingen. Größere Schlägereien gab es nicht. Verbale Auseinandersetzungen und die eine oder andere Rangelei bleiben jedoch nicht aus, wenn mehrere tausend Leute durch die Innenstadt ziehen und dabei nicht nur Wasser zu sich nehmen. Von diesen Einzelfällen abgesehen sei es ein ruhiges Festwochenende gewesen.

Das traf auch auf den großen Festzug mit 94 Zugnummern zu. „Keine größeren medizinischen Notfälle“, konstatierte Sebastian Engelbrecht für das DRK. Die Einsatzleitung für die bunte Parade liegt in den bewährten Händen des THW. Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn lobte in diesem Zusammenhang das hervorragende Zusammenwirken der Hilfsorganisationen, die es ermöglicht, schnelle und gut koordinierte Entscheidungen zu treffen. Zwischen 80 und 90 Ehrenamtliche waren am Sonntag im Dienst, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Hinzu kamen zwölf Mitarbeitende des Bauhofs, die weit vor dem Startschuss sich bereits um die Beschilderung und Absperrung kümmern – und danach dann die Hinterlassenschaften auf Straßen und Gehwegen beseitigen. „Sie machen einen sehr guten Job, herzlichen Dank hierfür“, lobte die Bürgermeisterin.

Stadtbrandinspektor Karn gab zudem einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr. Im Vorfeld lag der Schwerpunkt auf der Prävention, vor allem beim Thema Überfahrtsperren: Wie sichert man eine solche Großveranstaltung ab, ermöglicht aber zugleich Feuerwehr und DRK Zufahrtsmöglichkeiten. „Wir haben in Abstimmung mit dem Team Allgemeine Sicherheit und Ordnung eine gute Lösung gefunden, die nun praxiserprobt ist. Damit sind wir sehr zufrieden“, bemerkte Karn.

Ein Dankeschön gab es vom Verkehrsverein in Person von Thomas Herborn sowie von Bürgermeisterin Christine Klein für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die nicht nur, aber rund um den Festzug aktiv sind, und die Sicherheitsorganisationen für das gute Zusammenwirken und die ausgezeichnete Kommunikation. Sehr positiv hätten die Besucherinnen und Besucher auch die erhöhte Polizeipräsenz wahrgenommen. „Das trägt zu einem erhöhten Sicherheitsempfinden bei“, so Herborn, der sich bei Daniel Ihrig für die Unterstützung bedankte.

Wie schnell der Verkehrsverein als Ausrichter in der Lage ist bei einem besonderen Notfall zu handeln, zeigte sich übrigens am Samstagabend. Die eigens für das Winzerfest am oberen Marktplatz aufgestellten Toilettencontainer hatten einen technischen Defekt. Bei einer stattlichen Anzahl an Gästen im Winzerdorf keine Lappalie. Thomas Herborn und seinem Team gelang es kurzfristig, eine Rohrreinigungsfirma ausfindig zu machen und zu beauftragen. Diese rückte mit schwerem Gerät an. „Kurz nach 21 Uhr konnten wir die Toiletten wieder aufschließen“, fasste der Vorsitzende zusammen.

Für ihn ist es bekanntlich das letzte Winzerfest in verantwortlicher Position. An den ehrenamtlichen Ruhestand verschwendet er aktuell aber keinen Gedanken. „Der Fokus liegt auf dem aktuellen Fest und den kommenden Tagen“, erklärte Herborn. Bis Sonntag (14.) wird noch in Bensheim gefeiert. Das komplette Programm findet sich auf der Seite zum Winzerfest.