Das Fundament für Sicherheit und Zusammenhalt

Großes Interesse am Info-Tag Brandschutz und Notfallvorsorge

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Infostand zum Thema Brandschutz, Notfallvorsorge und Sicherheit

Bensheim | 30. Mai 2025 Ein plötzlicher Stromausfall, dichter Rauch in der Wohnung, ein heftiges Unwetter: Auch wenn der Gedanke niemandem gefällt – Katastrophen können jederzeit und überall eintreten. Sie kommen unerwartet und verlangen schnelle, überlegte Reaktionen. Doch wie gut sind wir wirklich auf solche Situationen vorbereitet? Beim Info-Tag Brandschutz und Notfallvorsorge in Bensheim wurde genau dies zur zentralen Frage. Die Stadtverwaltung und die Feuerwehr hatten eingeladen – und viele Bürgerinnen und Bürger kamen, um sich an den Ständen vor der Alten Faktorei zu informieren, um zu lernen, wie man sich und seine Familie im Ernstfall schützt.

Die Expertinnen und Experten informierten vor Ort zum Thema Brandschutz, Sicherheit und Notfallvorsorge
Unser Bild zeigt (v.l.) Jürgen Ritz, Jens-Peter Karn, Christine Klein, Sophie Franke und Nicole Rauber-Jung. Bild: Stadt Bensheim

Sophie Franke, als Sachbearbeiterin im Team Allgemeine Sicherheit und Ordnung für den Katastrophenschutz zuständig, und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jürgen Ritz, als städtischer Mitarbeiter für die Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung verantwortlich, standen fachkundig Rede und Antwort. „Der persönliche Notfallvorrat eine wichtige Säule des Bevölkerungsschutzes in einer Situation, in der viele Personen auf einmal Hilfe brauchen“, betonte Franke. Anhand eines gut bestückten Regals demonstrierte sie, was zwei Personen brauchen, um drei Tage über die Runden zu kommen.

Dabei wurde auf die Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hingewiesen. Für einen Zeitraum von drei Tagen sollten beispielsweise Haushalte mit dem Notwendigsten ausgestattet sein. Für zwei Personen bedeutet das konkret: rund 12 Liter Trinkwasser, haltbare Lebensmittel mit ausreichendem Kaloriengehalt (zum Beispiel Konserven, Nudeln, Zwieback), Tier- und Babynahrung bei Bedarf nicht vergessen, ein Vorrat an regelmäßig benötigten Medikamenten sowie grundlegende Hygieneartikel darunter auch Desinfektionsmittel. Ebenfalls wichtig sind eine gut sortierte Hausapotheke und eine Notfallmappe mit wichtigen Dokumenten wie Ausweisen, Versicherungspapieren und Kontakten.

„Notfallvorsorge ist keine Panikmache, sondern Ausdruck von Verantwortung gegenüber sich selbst und der Familie“, bemerkte Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn und ergänzte: „Jede und Jeder sollte sich deshalb Gedanken machen, wie er im Falle eines Stromausfalls oder einer Naturkatastrophe vorbereitet ist – sei es mit einem kleinen Vorrat oder einem batteriebetriebenen Radio.“ Das muss nicht immer teuer, kompliziert und mit Aufwand verbunden sein. Wer regelmäßig die Regale auffülle, Stichwort „Einkaufen im Keller“, verfüge automatisch über einen ausreichenden Vorrat. Karn verdeutlichte, dass Notfallvorsorge eine Gemeinschaftsaufgabe sei. Jeder könne und sollte seinen Beitrag leisten.

„Unser Info-Stand hat das Ziel, die Menschen zu sensibilisieren und ihnen praktische Tipps an die Hand zu geben, um im Ernstfall richtig reagieren zu können“, erläuterte Bürgermeisterin Christine Klein, die zusammen mit Erster Stadträtin Nicole Rauber-Jung vor Ort war, die Bedeutung der Veranstaltung. „Brandschutz und Notfallvorsorge sind für die Stadt Bensheim von zentraler Bedeutung, weil sie das Fundament für Sicherheit und Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft bilden. Prävention ist die beste Schutzmaßnahme, und sie beginnt bei jedem Einzelnen zu Hause.“

Viele Nachfragen gab es auch zum häuslichen Brandschutz. Jürgen Ritz zeigte, wie Rauchmelder korrekt installiert werden und wie man Feuerlöscher und Feuerlöschsprays richtig einsetzt. Besonders hervorgehoben wurde die Empfehlung, ein Feuerlöschspray griffbereit im Haushalt aufzubewahren. „Ein Löschspray kann im Ernstfall entscheidend sein, um einen Brand frühzeitig zu bekämpfen und größeren Schaden zu verhindern“, erklärte der Fachmann. „Es ist eine sinnvolle Ergänzung zum Rauchmelder und sollte in keinem Haushalt fehlen – insbesondere in Küchen oder Hobbyräumen.“ Die Sprays sind in der Regel bis zu fünf Jahre haltbar und in Baumärkten erhältlich.

Am Stand erhielten die Besucherinnen und Besucher zudem praktische Hinweise zum Verhalten im Brandfall. Wer einen Brand entdeckt, sollte Ruhe bewahren und umgehend den Notruf 112 wählen. Gefährdete Personen müssen gewarnt und das Gebäude muss schnellstmöglich verlassen werden. Dabei ist es wichtig, Türen hinter sich zu schließen, um die Ausbreitung von Rauch zu verhindern. Kleinere Entstehungsbrände können – sofern gefahrlos möglich – mit einem Löschspray bekämpft werden. Bei größeren Bränden sollte das eigene Leben stets Vorrang haben.

Jürgen Ritz machte darüber hinaus auf die Brandschutzerziehung für Kita-Kinder und Schüler sowie auf die Brandschutzaufklärung für Erwachsene aufmerksam, die von ihm angeboten werden. Wer Interesse hat, kann sich mit dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor in Verbindung setzen: Telefon 06251/583610, E-Mail an brandschutzschulung@bensheim.de.

Die Veranstaltung stieß auf durchweg positive Resonanz. Viele Besucherinnen und Besucher lobten die praxisnahen Vorführungen und informativen Gespräche mit den Einsatzkräften. Zahlreiche Rückfragen zeigten: Das Interesse am Thema ist groß und der Bedarf an Aufklärung hoch – immer mit dem Ziel, das Sicherheitsbewusstsein in der Bevölkerung weiter zu stärken und Hemmschwellen im Umgang mit Notfällen abzubauen.

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