Bundesweiter Warntag 2025: Am 11. September wird auch in Bensheim alarmiert

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Sirene mit Schaubild der Hessen Warn App

Bensheim | 2. September 2025 Am Donnerstag, 11. September 2025, findet um 11 Uhr erneut der bundesweite Warntag statt. Initiiert wird der Test vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie den Innenministerien der Länder. Über Sirenen, Warn-Apps, Rundfunk und weitere Kanäle wird die Bevölkerung probeweise alarmiert. Gegen 11.45 Uhr erfolgt die akustische Entwarnung.

Der Warntag fällt in diesem Jahr in Bensheim in die Zeit des Bergsträßer Winzerfestes. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Signale nichts mit dem Festbetrieb zu tun haben und kein Grund zur Beunruhigung besteht. Es handelt sich um einen deutschlandweiten Stresstest für die Alarmierungskette, um die Systeme auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen.

In Bensheim gibt es seit einigen Jahren ein von der Feuerwehr erarbeitetes und von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedetes Sirenenkonzept. Ziel ist die schrittweise Umstellung der alten Motorsirenen auf moderne elektronische Anlagen. Diese haben eine größere Reichweite, funktionieren auch bei Stromausfall bis zu 72 Stunden, können sämtliche Warnsignale abspielen und ermöglichen bei Bedarf mehrsprachige Durchsagen.

Bereits umgerüstet wurden die Sirenen am Parkhaus Süd sowie am Feuerwehrstützpunkt in der Robert-Bosch-Straße. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren weitere Standorte modernisiert werden. Die dafür nötigen Haushaltsmittel sind bereitgestellt. Die Modernisierung und Neubauten verlangen einen hohen Abstimmungsaufwand mehrerer Gewerke und sind zudem deutlich von Verfügbarkeiten der Fachfirmen abhängig.

Ein zweites Großprojekt ist die Umrüstung der Steuergeräte auf den Digitalfunk Tetra. Die notwendigen 27 Geräte wurden von der Feuerwehr bereits beschafft, der Einbau verzögert sich jedoch aufgrund des Genehmigungsverfahrens beim Land Hessen sowie der hohen Auslastung der Fachfirmen.

Ob und wie laut die Sirenen am Warntag tatsächlich zu hören sein werden, hängt noch von den analogen Steuergeräten ab, die derzeit nur den Feueralarm ansteuern können. Entsprechend könnte es sein, dass außer in Langwaden, wo noch alle drei Module aktiv sind, keine Warntöne zu hören sind.

Die Feuerwehr bittet deshalb um Verständnis, wenn es am Warntag stiller bleibt als erwartet. „Wir sind gut gerüstet und können die Bevölkerung im Ernstfall zuverlässig alarmieren. Der Warntag dient lediglich der Überprüfung der Systeme“, so Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn.