Bensheim | 29. April 2025 Nach dem schweren Hochwasser im September 2024 in der Bensheimer Partnerstadt Kłodzko haben die Stadt Bensheim und der Freundschaftskreis Kłodzko weitere Spendengelder überwiesen. Mit dieser letzten Zahlung in Höhe von 12.674 Euro wird das Spendenkonto nun geschlossen.
Dank der großen Solidarität der Bensheimer Bürgerinnen und Bürger konnten insgesamt 22.674 Euro gesammelt werden, die gezielt in den Wiederaufbau vor Ort geflossen sind. Hinzu kamen 3000 Euro als Soforthilfe durch den Freundschaftskreis und 5000 Euro als Direktspende des Vereins „Bensheim hilft“. Diese finanzielle Zuwendung kam auf Vermittlung des Freundschaftskreises einem Kindergarten vor Ort zugute.
Die Stadt Bensheim und der Freundschaftskreis danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich für ihr Engagement und ihre Verbundenheit mit der polnischen Partnerstadt. „Die große Hilfsbereitschaft hat gezeigt, wie lebendig und tragfähig unsere Partnerschaft mit Kłodzko ist“, betonten Bürgermeisterin Christine Klein und Hans Seibert, Vorsitzender des Freundschaftskreises. „Gemeinsam konnten wir einen wichtigen Beitrag leisten, um die Folgen der Katastrophe zu mildern.“ Weil auch die Hilfsbereitschaft im Land selbst sehr groß war, mussten keine Hilfsgüter aus Bensheim nach Polen gebracht werden.
Im Bensheimer Rathaus hatte sich nach dem Unglück umgehend eine Arbeitsgruppe formiert, um die Hilfe für die polnische Stadt zu koordinieren. Klare Maßgabe: Zielgerichtete Unterstützung leisten. Nach ersten Gesprächen wurde deutlich, dass vor allem Geld benötigt wird, um den Opfern schnell und unbürokratisch helfen zu können. Der hiesige Freundschaftskreis Kłodzko hat daher bei der Sparkasse Bensheim ein eigenes Spendenkonto für die Menschen in der polnischen Partnerstadt eingerichtet. 10.000 Euro konnten bereits im Herbst als Soforthilfe auf das Sonderkonto der Gemeinde Kłodzko für die Hochwasseropfer überwiesen werden.
Die Städtepartnerschaft zwischen Bensheim und Kłodzko besteht seit 1996. Drei Jahre zuvor wurde der Freundschaftskreis gegründet – mit dem Ziel, die deutsch-polnischen Beziehungen auf allen Gebieten zu fördern. Kłodzko, mit deutschem Namen Glatz, liegt in Niederschlesien. Mehr als 26.000 Menschen leben dort.
Im September des vergangenen Jahres traf eine Flutwelle die Stadt und bahnte sich ihren Weg durch das Zentrum. Bis zu eineinhalb Meter hoch stand das Wasser in der Innenstadt. Nach heftigen Regenfällen waren zwei Dämme gebrochen, der Fluss Glatzer Neiße trat über die Ufer. Die Aufräum- und Sanierungsarbeiten kommen zwar voran, dennoch konnten bislang nicht alle Spuren der immensen Verwüstung beseitigt werden.