Bensheim | 7. November 2025 Die Synagogen-Gedenkstätte auf dem Bendheim-Platz vor der Anne-Frank-Halle in Bensheim ist Ziel einer mutwilligen Zerstörung geworden. Unbekannte haben die Glasscheibe an mehreren Stellen des Mahnmals beschädigt. Der entstandene Schaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Die Stadtverwaltung Bensheim hat umgehend Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Die Gedenkstätte wurde im Mai 2000 eingeweiht. Wie rund 1400 weitere Synagogen in Deutschland wurde auch das jüdische Gotteshaus in Bensheim vor nun 87 Jahren von den Nationalsozialisten verwüstet und niedergebrannt. Das Mahnmal zeigt zwei Ansichten des historischen Gebäudes und steht als Symbol für das Gedenken an die jüdische Gemeinde, die in Bensheim bereits seit dem Mittelalter bestand. Die 1891/92 erbaute Synagoge war bis zu ihrer Zerstörung am 10. November 1938 das Zentrum des jüdischen Lebens in der Stadt.
„Die Beschädigung der Synagogen-Gedenkstätte ist ein trauriger Vorfall, der uns sehr betroffen macht. Unabhängig von den Hintergründen der Tat ist klar: Ein solcher Angriff auf ein Erinnerungszeichen unserer Stadt ist inakzeptabel“, betonen Bürgermeisterin Christine Klein und Erster Stadtrat Frank Daum.
Die Stadt Bensheim bittet die Bevölkerung um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. Sachdienliche Informationen nimmt die Polizeidienststelle Bensheim unter der Telefonnummer 06251/84680 entgegen.