Gudrun Frehse ist als Seniorenbeauftragte mit viel Herzblut im Einsatz

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Gruppe von Menschen mit der Seniorenbeauftragten vor dem Rathaus
Unser Bild zeigt (v.l.) Fachbereichsleiter Armin Zeißler, Senioren- und Behindertenbeauftragte Gudrun Frehse, Bürgermeisterin Christine Klein, Andrea Schumacher (Team Familie, Jugend, Senioren und Vereine) und Stadträtin Waltrud Ottiger. Bild: Stadt Bensheim

Bensheim | 19. September 2025 Seit 2021 engagiert sich Gudrun Frehse als Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Bensheim – und das mit außergewöhnlicher Leidenschaft und Tatkraft. Ihr Ziel ist es, älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung eine starke Stimme zu geben, ihnen praktische Unterstützung zu bieten und Räume für Begegnung zu schaffen. Dieses Engagement möchte sie nach der Kommunalwahl 2026 in einer weiteren Amtszeit fortführen.

Bürgermeisterin Christine Klein würdigte bei einem Austausch im Rathaus ihren Einsatz mit klaren Worten: „Gudrun Frehse bringt weit mehr ein, als das Amt verlangt. Sie hört zu, sie geht aktiv auf Menschen zu, sie entwickelt kreative Angebote und lebt ihre Aufgabe mit Herzblut. Ihr Engagement ist bewundernswert und ein großer Gewinn für unsere Stadt.“

Als Frehse ihre Aufgabe mitten in der Corona-Pandemie antrat, stand zunächst der Aufbau eines belastbaren Netzwerks im Mittelpunkt. In dieser Phase führte sie Gespräche mit Institutionen, Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern. Schon früh zeigte sich, dass viele Seniorinnen und Senioren nicht allein organisatorische Anliegen hatten – sondern auch das Bedürfnis nach Kontakt.

Aus dieser Erfahrung entwickelte Gudrun Frehse 2022 die „Ge(h)spräche“. Ziel war es, Menschen aus der Vereinsamung zu holen und ihnen in einer offenen, entspannten Runde Austausch und Bewegung zu ermöglichen. Was mit fünf Teilnehmenden begann, hat sich mittlerweile zu einer festen Gruppe von rund 20 bis 25 Personen entwickelt. Die Spaziergänge sind zu einem beliebten Treffpunkt geworden, an dem Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung wachsen.

Die Ausflüge führen auch zu schönen Zielen in die Region. Der Bruchsee in Heppenheim wurde ebenso bereits angesteuert wie der Erlensee bei Bickenbach. Zuletzt gingen die Ge(h)spräche ins „Dorf der Sonnenuhren“ nach Birkenau mit einem schönen Abschluss im Orchideen-Café in Hornbach. „Ich fühle mich in meiner Aufgabe sehr wohl. Es macht mir Freude zu sehen, dass aus kleinen Ideen etwas Nachhaltiges entsteht, das das Leben vieler Menschen bereichert“, betonte die Senioren- und Behindertenbeauftragte.

Neben den Ge(h)sprächen hat die Senioren- und Behindertenbeauftragte weitere Projekte initiiert. Dazu zählen Rikscha-Fahrten in Kooperation mit dem AWO-Sozialzentrum, die Seniorinnen und Senioren ebenso wie mobilitätseingeschränkten Menschen ermöglichen, ihre Stadt aus einer neuen Perspektive zu erleben und gemeinsam schöne Stunden im Freien zu genießen. Das öffentliche Interesse war nach ihrer Premierenfahrt im Sommer so groß, dass sich mittlerweile sieben freiwillige Fahrradbegeisterte gemeldet haben, die ebenfalls in die Pedale treten möchten. Dafür braucht es allerdings einen „Pilotenausweis“ für Fahrradrikschas. Organisiert wird diese Ausbildung nun über Gudrun Frehse.

Auch ein Mobilitätstraining für ältere Menschen hat die Seniorenbeauftragte gemeinsam mit dem Kommunalen Seniorenbeirat und dem Team Familie, Jugend, Senioren und Vereine der Stadtverwaltung initiiert: Hier lernten die Teilnehmenden in praktischen Übungen, wie sie sicher mit dem öffentlichen Nahverkehr umgehen können – ein wichtiger Beitrag zur Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag.

Darüber hinaus hat Frehse eine Fortbildung bei der Polizei absolviert und hält seither regelmäßig Vorträge im Kreis Bergstraße, etwa zu den Themen „Senioren im Straßenverkehr“ sowie „Senioren im Straßenverkehr mit Rollatoren“. Damit leistet sie wertvolle Aufklärungsarbeit für mehr Sicherheit im Alltag.

Kulturelle Impulse setzt sie ebenfalls: Besonders großen Anklang fand die Lesung mit Autorin Marlies Wank, die nicht nur für Unterhaltung sorgte, sondern auch als Begegnungsraum diente, bei dem neue Kontakte geknüpft wurden. Gudrun Frehse bringt sich zudem bei städtischen Höhepunkten ein: Sie begleitet den jährlichen Ausflug für Menschen mit Behinderungen und unterstützt tatkräftig bei der beliebten Ü90-Party.

Ihr Engagement gelingt auch durch enge Kooperation. In der Verwaltung arbeitet Gudrun Frehse vertrauensvoll mit Andrea Schumacher vom Team Familie, Jugend, Senioren und Vereine zusammen, der die gesellschaftliche Teilhabe von älteren Menschen ebenfalls ein großes Anliegen ist und federführend jedes Jahr die Bensheimer Seniorentage organisiert.

Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit Waltrud Ottiger, die nicht nur im Seniorenbeirat aktiv ist, sondern als Stadträtin im Magistrat Verantwortung trägt. „Waltrud Ottiger ist eine vehemente Vertreterin der Belange von Seniorinnen und Senioren“, verdeutlichte Bürgermeisterin Klein, die dem Trio attestierte, „ein tolles Team“ zu sein, das gemeinsam schon viel erreicht hat.

Ottiger ist außerdem seit Beginn des Projekts an als Seniorenlotsin aktiv. Dieses Angebot der Stadt Bensheim in Kooperation mit dem Caritasverband besteht seit mittlerweile zehn Jahren. Seniorenlotsen sind Wegweiser und Begleiter für ratsuchende ältere Menschen und deren Angehörige. Sie hören zu, finden die richtige Kontaktperson für jedes Anliegen, leiten gezielt an professionelle Beratungsangebote weiter und stellen Informationsmaterialien zur Verfügung.

Da die Zahl der ehrenamtlich Aktiven in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, sind weitere Seniorenlotsen jederzeit willkommen. Ansprechpartnerin für Interessierte ist Stefanie Frank im Mehrgenerationenhaus der Caritas, Telefon 06251/854250.

Mit all diesen Angeboten zeigt sich: Gudrun Frehse gestaltet ihr Amt mit Kreativität, Menschlichkeit und großem persönlichen Einsatz. Sie will auch in Zukunft neue Ideen entwickeln und Bestehendes weiter ausbauen. Deshalb ist für sie klar: Nach der Kommunalwahl 2026 möchte sie ihre Arbeit fortsetzen. Ein Wunsch, der von Bürgermeisterin Christine Klein mit Nachdruck unterstützt wird.

Die Seniorenbeauftragte bietet regelmäßig Beratungsstunden an – nach vorheriger Anmeldung jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 11.30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung im Büro der Alten Faktorei, Hauptstraße 39, in Bensheim (1. Obergeschoss).